| Christian Morgenstern |
[Jun. 2nd, 2006|12:11 pm] |
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Wir kennen Christian Morgenstern (6.5.1871 München – 31.3.1914 Meran) eigentlich nur von seinen heiteren Versen (Galgenlieder, Palmström ect). Hier ein Beispiel:
Das ästhetische Wiesel
Ein Wiesel saß auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel.
Wisst ihr, weshalb?
Das Mondkalb verriet es mir im Stillen:
Das raffinierte Tier tats um des Reimes willen.
Nun hat mir unser Jüngster zu Weihnachten ein Buch mit besinnlichen Versen und Prosastücken von Christian Morgenstern geschenkt, aus dem ich folgende Gedanken von ihm hier veröffentlichen möchte.
„Der Geist baut das Luftschiff, die Liebe aber macht gen Himmel fahren.“
„Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.“
„Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln.“
„Ohne die Fähigkeit, von Grund auf heiter zu sein, ist keine Freiheit denkbar.“
„Wie süß ist alles erste Kennenlernen! Du lebst so lange nur, als du entdeckst. Doch sei getrost: Unendlich ist der Text, und seine Melodie gesetzt aus – Sternen.“
„Schönheit ‚an sich’? Nein, Schönheit, die über sich hinausweist.“
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist. Nicht an der Wahrheit liegt es daher, wenn die Menschen noch so voller Unweisheit sind.“
„Es gibt nichts Schwereres, als einen Menschen, den man liebt, einen Weg gehen lassen zu müssen, der zur nächsten Stadt führt, statt auf den nächsten Gipfel.“
aus: „Lichtspur ins Geheimnis“ Heinrich Hugendubel Verlag 1996
Diese Aufnahme hat unser Jüngster im Zoo Ludwigslust „geschossen“

Ein besinnliches Wochenende wünscht allen Lesern Karin
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| Neuer Bahnhof in Berlin |
[May. 25th, 2006|02:47 pm] |
Am 28. Mai 2006 wird der Neue Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof - in Berlin eröffnet; eine große Party findet am 26. und 27. Mai mit einer Lichtshow statt.
Viele Westberliner "schmollen" über die Abkoppelung des Bahnhofs Zoo vom Fernverkehr und wollen am 27. Mai Trauerkränze auf seine Bahngleise auslegen. Außerdem seí der neue Bahnhof zu groß geraten und sei mit dem Nahverkehr noch nicht zu erreichen; U-Bahn und Tram-Anschluss fehlen noch und eine S-Bahnlinie nach Norden lässt auf sich warten.
Drei Schnellstrecken können jetzt diesen neuen Bahnhof schneller anfahren.
Von Berlin nach Leipzig: jetzt nur noch eine gute Stunde.
Richtung Hamburg können Reisende künftig jede Stunde in rund 90 Minuten an die Alster (Hamburg) fahren.
Richtung München nur noch 5,5 Stunden! Alles entnommen aus unserer Regional-Zeitung vom 24.5.06
Für manche vielleicht interessant.
Alle Väter grüße ich mit einem schönen Blumenfoto aus unserem Schlosspark.

Viele Grüße Frenzey |
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| Tiere |
[May. 24th, 2006|02:57 pm] |
"Ich bin eine Eroberer des Nutzlosen."
sagte Reinhold Messener am 31.12.05 im Deutschlandradio Kultur (Berlin) in einem Interview.
Da ich unter meinen Scannbildern etliche Tierfotos habe, möchte ich heute eins davon hier veröffentlichen, s. ganz unten. Und zu einem Tierbild passen natürlich nur Tiergedichte.
Ein Tiergedicht
Es war einmal eine Kellerassel Die geriet in ein Schlamassel. Der Keller, in dem sie asselte Brach eines schönen Tages ein Sodass das ganze Haus aus Stein Ihr auf das Köpfchen prasselte. Sie soll religiös geworden sein. (Bert Brecht)
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Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht. Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille - und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke _________________________________________________________
Die Nachtigall, sie war entfernt; Der Frühling lockt sie wieder; Was Neues hat sie nicht gelernt, Singt alte, liebe Lieder.
(Goethe) _________________________________________________________
Joachim Ringelnatz:
Die Ameisen
In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen, Bei Altona auf der Chaussee, Da taten ihnen die Füße weh. Da verzichteten sie weise Dann auf den letzten Teil der Reise. _________________________________________________________
Nun kommt mein Tierbild, hier vor dem Deich „geschossen“, ich nenne es Kälber-Drillinge.

Allen Lesern ein schönes Wochenende mit Tieren oder ohne wünscht
Karin
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| (no subject) |
[May. 23rd, 2006|06:37 pm] |
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Wir kommen gerade von einer Radtour in dieser Herbststimmung, obwohl wir Mai haben, mitten im Frühling! Wir haben nur 8°, zu kalt für diese Jahreszeit. Da tut ein wärmendes Haus gut! Viele Grüße Frenzey |
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